Cinema Jenin

Das Cinema Jenin wurde in den frühen 60er Jahren in der Stadt Dschenin (West Bank, Westjordanland) erbaut. Es war mit über 400 Sitzplätzen eines der größten Kinos in Palästina. Gezeigt wurden erst arabische Filme, später auch Actionfilme und amerikanische B-Filme, bis das Kino mit Ausbruch der ersten Intifada 1987 geschlossen wurde.

Ismael Khatib und Fakhri Hamad aus Jenin und der deutsche Dokumentarfilmer Marcus Vetter, wollen gemeinsam mit anderen Filmbegeisterten das Kino wieder aufbauen. Das Auswärtige Amt unterstützt den Wiederaufbau im Rahmen der Initiative „Zukunft für Palästina“ mit rund 172.000 Euro. Projektpartner ist der gemeinnützige Verein „Cinema Jenin„.

Die Stadt Dschenin (engl. Jenin) ist ökonomisch, sozial und kulturell isoliert, es gibt nur wenige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und des kulturellen Austausches. Lediglich Fernsehen und Internet (für diejenigen, die Internet-Zugang haben) ermöglichen den Bewohnern einen Zugang zum Rest der Welt.

Ziel von „Cinema Jenin“ ist die Förderung der Kultur der Stadt und des Flüchtlingslagers. Gezeigt werden soll eine Mischung aus bildenden, spannenden, unterhaltenden und mutigen Kino-, Dokumentar-, Kinder-, klassische arabische, Gegenwartsfilme und Komödien.