Archiv des Autors: Hubl55

Country

country-niedermannFünfzehn Stories
Andreas Niedermann
Songdog Verlag, 2015
Tel. +43 (0) 660 4977446
www.songdog.at
180 Seiten / Softcover 13 x 20,5 cm
ISBN 978-3-9503557-9-6 CHF 23.– / Euro 18.–

Country, sagte Harlan Howard, das sind drei Akkorde und die Wahrheit. Das mag, auf literarischer Ebene, auch für dieses Buch gelten, das mit Countrysongs nicht nur die Themen und den ländlichen Handlungshintergrund gemein hat. Die fünfzehn Stories sind «3 Akkord-Geschichten» über harte Arbeit, Moral, Verrat, Freundschaft, Liebe, Rache, Verirrungen, Alkohol, Einsamkeit, Sex, Hass, Gier, Gott und Zufall; über die Jagd und das Töten. Und über Tiere. Eine ganze Menge Tiere. Fünfzehn Geschichten über die Suche nach dem Abenteuer und die Sehnsucht nach dem gefährlichen Leben.

Andreas Niedermann wurde in Basel geboren. Nach einer Laborantenlehre reiste er durch Europa und arbeitete in mehr als 50 Berufen. 1987 erschien sein erster Roman «Sauser». Er lebt als Schriftsteller und Verleger in Wien und Wengen.

NULLMUSIK

Null I – VII ist ein musikalisches Projekt an dem Luigi Archetti seit längerer Zeit gearbeitet hat. In der musikalischen Recherche geht es nicht um die Null als mathematische reelle Zahl. Der Begriff „Null“ wird als Metapher gebraucht um ein Zustand des Innehaltens und des gespannten Wartens zu umschreiben.

Luigi Archetti

Die Musik im Projekt NULL ist geprägt durch stehende Klänge, durch Drones und dessen Überlagerungen und Schichtungen. Die Klangflächen werden zu akustischem „trägen Material“, dass langsam durch die Zeit fliesst und sich sukzessive verändert. Es ist ein stetiges gleiten, eine ständige Mutuation von klanglichen Strukturen. Klar definierte Melodien, rhytmisch geordnete Strukturen oder gar „Beats“ sucht man vergebens.

Im Vordergrund des musikalischen Klimas breitet sich ein Kosmos von Klangpartikel aus, wobei die Klänge keinerlei Referenzen zu einer möglichen Verortung aufweisen. Sämtliche Sounds im Projekt NULL stammen aus E-Gitarren, die teilweise durch Digitalisierung stark verfremdet und somit neu definiert werden. Die E-Gitarren (häufig in scordatura-Stimmung) werden hierfür als Sound-Lieferanten gebraucht.

Durch die akustische Sedimentierung der diversen Klänge und Klangstrukturen, entsteht ein dichtes und filigranes Klang-Gewebe das eine Sogwirkung beim Zuhören entwickelt. Es ist eine Einladung in unerforschtes Gebiet zu reisen. Eine Reise durch zeitlose und minimale akustische Ereignisse mit fesselnder Hypnotik.

Auf dem Label Die Schachtel sind bereits die CD Null I (2010) und Null II & III (2012) erschienen.

Das Projekt wird mit vier weitere CD‘s abgeschlossen.  Alle sieben CD‘s werden in einem CD-Karton-Schuber als CD-Box zusammengefasst.

www.luigiarchetti.com

Rabenspektakel

rabenspektakel

Der Strube Verlag München publiziert im März Gabriele Kromers vierten Gedicht- und Grafikband „Vögel singen barfuß“ (ISBN 3-89912-186-4). Den 18 Texten stehen 18 Grafiken gegenüber. Dem Band ist eine CD beigefügt, auf der Schauspieler Bernd Wengert und die Musiker Kurt Müller und Roy File die Texte in einer teils grotesken und witzigen, teils nachdenklichen Weise musikalisch inszenieren.

Am 13. März 2015 wird eine Neuinszenierung von „Rabenspektakel“, basierend auf den Texten aus „Vögel singen barfuß“, in der Zimmerbühne Konstanz und am 21. März 2015 in der Blackbox Lounge des neuen Musiktheaters Linz (Landestheater) aufgeführt.

Basierend auf Gabriele Kromers Texten aus „Gedankenbriefe“, „Toben proben“ und „Rabenchor“, wurde die frühere Fassung von „Rabenspektakel“ bereits im Kulturprogramm der Stadt Füssen und im Zebra Kino Konstanz aufgeführt. Einen Rückblick hierauf gibt der folgende Video-Trailer:

Weitere Infos findet ihr unter: www.kromer-und-kromer.de

Video und Fotos: Hubl Greiner (mit Ausnahme Gabriele Kromer)

Fallbeispiel einer Detektei – Wirtschaftskriminalität

Hier ein interessanter Einblick in die Arbeit eines befreundeten Detektivs.

Ein Hersteller von Haushaltswaren wurde informiert, dass Waren aus seinem Portfolio auf illegale Weise außer Haus geschafft und verkauft wurden. Ein Verdacht auf die mögliche Drahtzieherin lag vor. Ziel der Wirtschaftsdetektei war es, eine rechtssichere Überführung der Mitarbeiterin zu ermöglichen.

Der Auftrag – Ermittlungen als Wirtschaftsdetektei in einer Firmenangelegenheit

Zur Lösung des Falles gewährt die Firma der Detektivin eine Ermittlungszeit von zwei Wochen. Da meine Anwesenheit in der Firma erklärt werden musste, wurde eine firmenseitige Legende aufgebaut. Ich war eine Leiharbeiterin, die für die nächsten drei Monate eingesetzt wurde, um die akuten Auftragsspitzen abzufangen.

Dazu muss ich selbst aber noch eine Legende aufbauen, die mich gegenüber den Mitarbeitern glaubwürdig sein ließ. Die Schwierigkeit in diesem Fall lag im Vertrauensaufbau gegenüber der Zielperson, aber auch den Kolleginnen am Band. Sie beobachteten die Neue in der Abteilung permanent und achteten auf jeden Satz und jede Geste. Keine einfache Situation, um gleichzeitig vordergründig vollwertig mitzuarbeiten und dem Auftrag als Detektivin nach zukommen.

Eingesetzt werde ich in einer Abteilung, in der die Zielperson zusammen mit sieben weiteren Kolleginnen im Sammelakkord aus Einzelteilen die Haushaltswaren zusammensetzt. Innerhalb kürzester Zeit wurde von den Kolleginnen meine akkordgetreue Mitarbeit verlangt. Hier war ich doppeltem Druck ausgesetzt: Zum einen dem, der Recherche, und zum anderen dem, den Akkord zu erfüllen. Ich musste um jeden Preis mithalten, um nicht aufzufallen. Der Umgangston unter den Kolleginnen war sehr derb, bei denen sich die Zielperson als Anführerin hervortat.

Von Beginn an musste ich als Neuling volle Leistung bringen, versuchen, den Akkord nicht zu brechen und dabei unauffällig durch eine vertrauensfördernde Legende und nebenbei Erstellen von Beweisfotos meinen Rechercheauftrag erfüllen. Im Laufe der Tage gelang mir die Annäherung an die Zielperson. Ich gab an, kein Geld zu haben und mich grad so über Wasser halten zu können. In einem der Gespräche schlage ich vor, man könne doch das ein oder andere auch unter der Hand, also schwarz, verkaufen. Die Zielperson stimmte zu und erzählte, dass das bereits passiere und sie bei sowas involviert sei. Weiter erzählte sie, dass die Waren im großen Stil verkauft würden, v.a. ins Ausland und sie nicht alleine daran beteiligt sei. Das war die Aussagen, die ich für meinen Auftraggeber brauchte, um die Täterin und ihre Helfer zu überführen.

Ergebnis der Ermittlungen der Detektei

Die Aussagen der Zielperson habe ich in gerichtsverwertbarer Form dokumentiert und dem Firmeninhaber übergeben. Der Rechtsweg wurde eingeschalten.

Als weiteres Ergebnis aus meiner Recherchearbeit konnte ich große Sicherheitsmängel feststellen. Es gab innerhalb der Firma keine Kontrollen und Vorschriften, somit konnten die Waren problemlos aus der Firma gebracht werden. Der Inhaber wollte unverzüglich ein Sicherheitssystem aufbauen und installieren, um diese illegalen Machenschaften für die Zukunft zu verhindern.