Archiv der Kategorie: Bücher

Bücher

Buch, The Brave – Regie-Debüt von Johnny Depp

Roman The Brave von Gregory Mcdonald
Aus dem Amerikanischen von Annette Lorenz

The Brave ist auch die Vorlage für das Regie-Debüt von Johnny Depp, der zugleich die Hauptrolle spielt. Gedreht wurde der Film 1997 in den USA. Mitgespielt hat auch Marlon Brando.

The Brave
ca. 180 Seiten / Softcover
ISBN 978-39502890-9-1

Songdog Verlag
Viktorgasse 12a/6 | A-1040 Wien
Tel.: +43 (0)699 112 79798
http://www.songdog.at

Andreas Niedermann – Goldene Tage

Andreas Niedermann Meine Buchempfehlung für den Herbst 2012

In dem neuen Buch „Goldenen Tage“ von Andreas Niedermann feilt ein junger Krimineller inmitten der Jugendunruhen der achtziger Jahre, der Häuserbesetzungen und Straßenschlachten, unbeirrt an seinem Plan, der Post jene sagenumwobene Goldladung zu stehlen, von der ihm der alternde und publikumsmüde Schriftsteller Andreas erzählt hat.

„Rambo Rimbaud´s“ Plan ist erst einmal wasserdicht – wenn es daneben geht, bleibt ihm immer noch die Fremdenlegion.

Die Hilfe des alten Mannes hat jedoch einen hohen Preis. Und was ist gewonnen, wenn er die Goldbarren hat? Und was ist mit Zora? Und der schönen, flatterhaften Denise? Und wo soll das alles hinführen?

 

Das Buch ist im Songdog Verlag aus Wien erschienen.

„Goldene Tage“

Roman troubles

13 x 20,5 cm / Softcover
September 2012
ca. 200 Seiten
ca. 18 €  /  CHF  28.-
ISBN 978-39502890-7-7

Hier geht´s zur Leseprobe! (dort könnt Ihr das Buch auch gleich bestellen)

Die Katzen von Kapsali von Andreas Niedermann

Franz Dobler hat in seinem Blog bereits 3 wunderbare Auszüge aus dem neuen Roman “Die Katzen von Kapsali” des Schriftstellers Andreas Niedermann aus Wien vorgestellt. Ein unbedingt lesenswertes Buch über Arbeiten, Jobs, Ein- und Ausstellung.

Hier die Lesebeispiele:

andreas niedermann, katzen

“Er sieht aus wie 74, macht auf 30, ist aber 45 und seit 3 Jahren in Pension, und ich folge ihm in Gedanken in seine Schweinsbraten durchfurzte Wohnung, wo er zusammen mit Hundi lebt, den er als einzigen auf der Welt lieb hat, weil der ihn nie betrügt und immer so dankbar schaut, wenn er ihm eine neue Dose gegrillten Neger aufmacht.”

“Ich entstamme einem Milieu, in dem Arbeiten gleichgesetzt war mit Leben. Ich fing auch schon sehr früh damit an und hatte meinen ersten, regelmäßigen Job mit 10?, sagt der Autor in einem kurzen Interview im Anhang, und: “beinahe alle Schriftsteller in der Schweiz waren Lehrer. Bis auf einige, großartige Ausnahmen. Man bezog ein gutes Lehrergehalt und erledigte das Bücherschreiben in den Ferien. Für mich war und ist Schriftstellersein eher eine Art zu leben…”

“Die ganze Nacht über Vibration und Gebrumm. Ich versuchte etwas Schlaf zu finden. In einem Pullman-Sessel. Inmitten all der Deutschen, die gleich eine Art Camp errichtet hatten. Mit Schlafsäcken, Decken, Rucksäcken, Kulturbeuteln und Plastikflaschen. Die paar Griechen, die es hier ebenfalls gab, hatten sich in die Sessel gefläzt und losgeschnarcht. Das können die. Ich dagegen kriegte kaum ein Auge zu.” (Andreas Niedermann)

Bestelle das Buch am besten direkt beim Songdog Verlag. Und ebenfalls unbedingt lesenswert – das Blog von Andreas Niedermann.

Die Katzen von Kapsali

Everything you need is Andreas Niedermann – ich freu mich sehr auf den neuen Roman…

Andreas Niedermann

„…Ich wollte ein Buch über die Jobs schreiben, mit denen ich über all die Jahre mein Geld verdient habe. Es müssen an die 50 gewesen sein. Es sollte sehr schnell und assoziativ geschrieben werden. Ich fing damit an, und mit einem Mal, war da auch dieser spontane Trip nach Griechenland.

Das war in Ordnung. Ich nahm ihn mit hinein. Und auch diese drei Katzenbabys, unten, im Süden von Kythira, die ich gesäugt und aufgepäppelt habe. Eigentlich gegen meinen Willen.

Aber damals geschah beinahe alles gegen meinen Willen, und da konnte ich auch drei Katzenbabys das Leben retten. Danach taten sie etwas, das mich sehr berührt hat, und das mir seither wie eine Art Gleichnis für mein Leben, und das meiner Freunde, erscheint…“

Eine Leseprobe:

„Im Morgengrauen erreichten wir Belgrad. Ich war beeindruckt. Die Hochhäuserplatte der Vorstädte. Die Zigeuner am Straßenrand. Der Müll. Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung, wo genau ich mich befand. Auf einer Raststätte mit Lastwagen ließen sie mich raus. Sie wollten nach Norden.

Über Ungarn nach Wien. Ich wollte einen Lastwagenfahrer fragen, ob er mich mitnahm. Richtung Westen. Österreich. Italien. Schweiz. Egal. Ich besaß noch drei Schachteln Zigaretten und eine Flasche Ouzo, die ich mir auf dem Fleischmarkt in Athen gekauft hatte.

Mein Trost für hungrige, traurige Stunden. Für Trübsal und Pech. Gegen Regen und Unbill aller Art. Es war Ende Oktober. Das merkte man hier noch nicht so. Ich meine, ich wusste nicht, wie Oktober in Belgrad auszusehen hatten. Ich hatte meinen Schlafsack. Ich wusste nicht, wie lange ich noch unterwegs sein würde.

Das konnte Tage dauern. Oder noch mehr Tage. Ich besaß nur noch Hemd und Hose und Stiefel. Unterhosen und Socken waren unterwegs verloren gegangen. Dylan war noch da. Auch mein Notizbuch. Von meinen spanischen Botines löste sich die Brandsohle.

Ich glaube, Wien gab mir noch etwas Geld, als wir uns zum Abschied küssten. Sie sagte es sei für das Buch mit den Gedichten, dass sie hiermit gekauft habe. Sie war cool. Kein Rumgedruckse, keine Versprechungen von wegen, wir werden uns wieder sehen und Schmu. Ich war nicht so cool.

Ich war Coolness nicht gewohnt. Mecki offenbar auch nicht. Er keifte wegen irgendeiner Sache rum. Ich konnte mir gut vorstellen, wie es jetzt im VW-Käfer weiterging, wenn sie allein waren.

Dann sprach ich einen freundlich aussehenden Trucker an. Die Kiste hatte österreichische Kennzeichen. Er sagte, er könne mich bis Maribor mitnehmen. Gut, sagte ich. Keine Ahnung, wo Maribor lag.“

Andreas Niedermann
Die Katzen von Kapsali
110 Seiten / Softcover
11,5 x 18 cm
ISBN 978-3-9502890-2-2
Euro 14.– / CHF 25.–