Blicke über den Tellerrand

Blog und Fotoblog von Hubl Greiner
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Spannende Menschen & Projekte – Blicke über den Tellerrand – Experimentelles – Improvisiertes – für Freigeister, Künstler, Verrückte und Punks die neugierig sind, feiern, trinken, Musik hören und sich austauschen – Musik, Film, Fotografie, Reisen, Literatur, Theater und alles was sonst noch irgendwie erwähnenswert ist – Relax, Enjoy, Have Fun!


Thema ‘Wissen’


Urheberrecht: Sopa, Pipa, Acta

Rechteverwerter wie die Gema und die Musikindustrie versuchen mit immer neuen Gesetzen die Umsätze zu schützen – viele Nutzer und Portalbetreiber sind nicht bereit, für Musik im Internet zu bezahlen. Hier leidet nicht nur die Wertschöpfung der Arbeit der Kreativen, Autoren und Musiker, es kommt auch immer weniger Geld bei ihnen an.

Wirklich intelligente und zeitgemäße Konzepte fehlen

Ein zeitgemäßes Konzept würde zum Erhalt einer breiten, bunten und schöpferischen Kulturlandschaft mit möglichst großer Vielfalt beitragen. Für mich sind Portale wie YouTube wertvolle Kulturarchive, auf die ich nicht verzichten möchte, aber auch die Hosting-Dienste müssen Verantwortung übernehmen und mit allen technischen Mitteln das Vertreiben von illegalen Dateien verhindern.

Im Streit zwischen der Gema und den Publishern geht es nicht nur um Geld und Kontrolle, sondern auch um moralische Werte.

Eine moderne, intelligente und freie Gesellschaft räumt immer die Möglichkeit auf unabhängige Entwicklung jedes Einzelnen ein. Zur Verwirklichung einer derartigen Gesellschaft gehören vor allem auch kulturelle Ansätze, die sich am Ideal einer freien Gesellschaft orientieren.

Das Internet spielt dabei eine große Rolle. Video- und Musikportale können Inhalte vermitteln und helfen, Bewußtsein zu entwickeln. Sie regen die Menschen an, zu hinterfragen, zu kritisieren, aufzuklären und sich zu bilden.

Der Chaos Computer Club hat ein erstes Konzept für die zukünftige Gestaltung einer gerechten Bezahlung für Kreative vorgelegt – die Kulturwertmark – sie wäre eine Diskussionsgrundlage.

Auch ein Kurzgutachten über die Zulässigkeit einer Kulturflatrate nach nationalem und europäischem Recht, wurde im Auftrag der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz im Europäischen Parlament erstellt (PDF).

Die Verantwortlichen müssen sich endlich zusammensetzen und ein intelligentes und zeitgemäßes Konzept entwickeln und die Gerichte müssen definieren, was erlaubt ist und was nicht.

Elefanten malen Elefanten

Die kognitiven Fähigkeiten von Tieren werden immer noch unterschätzt. Diese Fähigkeiten verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Mensch und Tier eine vom Menschen ausgedachte Grenze ist. Zu verstehen, dass wir uns nicht so sehr von anderen Lebewesen unterscheiden, wie wir das immer denken, hilft, einen respektvolleren Umgang mit unserer Umwelt aufzubauen. Hier ein Elefant, der ein Bild von einem Elefanten mit einer roten Blume im Rüssel malt.

Deutsche Bildungs-Oase im Sudan!

Für den Aufbau eines integrativen Ausbildungszentrums mit Kindergarten, Schule, Berufschule und Universität suchen wir tatkräftige Sponsoren und Partnerschaften mit Schulen, Kindergärten, Unis, Firmen und Interessierten. Ein Teil der Bildungseinrichtungen nach europäischen Standards soll zum Beginn des sudanesischen Schuljahres 2011/12 ihren Betrieb aufnehmen.

Im Sudan

Zum einen handelt es sich beim “Sudan Education Project” um die Nihal European School, in der Kinder und Jugendliche von der Kindergartenstufe bis zum Abitur betreut werden sollen.

Zum anderen soll an der Nihal European University im Anschluß an das Abitur die Bildung geistiger Eliten gefördert werden, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Durch das Angebot eines differenzierten Stipendienprogramms sollen auch begabte junge Menschen aus armen und unterprivilegierten Familien unterstützt werden, für die ein Studium sonst nicht erschwinglich wäre.
Die Nihal European University wird suggsessiv aufgebaut – zunächst werden die Studiengänge Informatik und Medienwissenschaften angeboten.

Insbesondere in der Anfangsphase sind beide Projekte auch auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Für den Kindergarten und die Grundschule können auch gern Kinderbücher, Spiele (z.B. Puzzles), Musikinstrumente und Unterrichtsmaterialien gespendet werden.
Sponsoren jeder Größenordnung sind willkommen – für den Aufbau des gesamten Ausbildungszentrums werden 16 Millionen Euro benötigt.

Weitere Informationen findet Ihr auf www.nihal.org oder unter www.streetkids-sudan.de

Kontaktadresse:
Sudan Education Project
Dr. Mohamed Badawi & Hubl Greiner
Bodanrückweg 6
D-78467 Konstanz
Fon: +49 (0) 7531 – 81 38 195
Fax: +49 (0) 7531 – 81 38 196
E-mail: mohamed [ at ] badawi.de
E-mail: hubl [ at ] hubl.com

Bankverbindung
Sudan Education Project (SEP)
Sparkasse Bodensee
Konto: 75101
BLZ: 69050001

Dankeschön

Musikunterricht im Sudan

In Venezuela bekommen Kinder und Jugendliche seit über 30 Jahren kostenlosen Musikunterricht – ein einzigartiges Programm gegen Armut, Drogen und Kriminalität. Mehr als eine Million venzolanischer Kinder erlernten in dieser Zeit ein Musikinstrument. Die Idee stammt von José Antonio Abreu, der sich mit dem Elend in Venzuela nicht abbfinden wollte und der die Ausbildungen bis heute begleitet.

Musikunterricht im Sudan

Der venzolanische Präsident, Hugo Chavez, erklärte 1975 die Initiative zur „Chefsache“ und sorgte dafür, dass jährlich umgerechnet 29 Millionen Euro für die Ausbildungen bereit gestellt werden. „ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie“ zeichnete Abreu und Chavez für ihr Engagement in Berlin mit dem „Blue Planet Award 2009“ aus.

Ähnlich ist die Sitiuation im Sudan. In Khartum und Omdurman gibt es Einrichtungen in denen Kinder und Jugendliche kostenlosen Musikunterricht erhalten. Zwar bezahlen die Eltern in der Regel einen kleinen Unkostenbeitrag an die Lehrer, wer jedoch kein Geld hat, muß auch nichts bezahlen. Die Miete und den Unterhalt der Gebäude, sowie die Musikinstrumente bezahlt der Staat.

Während in Deutschland der Musikunterricht in den Grundschulen zum Teil gestrichen wurden, haben die Verantwortlichen dieser Länder erkannt, daß Musik eine große Rolle bei der Entwicklung der Persönlichkeit spielt und daher ein wichtiger Aspekt in der Erziehung ist.

Es geht nicht nur um die Förderung des Intellekts, um die Anhäufung faktischen Wissens, sondern auch um die Entwicklung der Sensibilität und des ästhetischen Potenzials, das jeder Mensch in sich trägt.

Musik kann helfen die Persönlichkeit der Kinder zu entwickeln und zu festigen. Musik erlaubt aufgrund ihrer Eigenart, gesellschaftliche Gruppen zu bilden, wie Orchester, eine Band oder einen Chor. Innerhalb dieser Einrichtungen lernen die Kinder soziale Interaktion, Solidarität und das Arbeiten im Team. Das ist eine Besonderheit der Musik.

Musikunterricht im Sudan

Eine, von den Musikern selbst gebauten Bühne, auf der die Schüler ihre Ideen präsentieren. Das Gebäude wird vom Staat unterhalten.

Leider wird im Sudan für den Musikunterricht, wie in der gängigen Popmusik auch, viel zu oft auf Keyboards gesetzt, deren Sounds für unsere Ohren wie billig produzierte elektronische Musik aus den 90ern klingen.

Musikunterricht im Sudan

Im Sudan existiert auch noch so etwas wie ein Kastensystem bei Musikern. Ein Trommler steht ganz unten in der Rangfolge, ein Sänger oder Komponist ganz oben. Bei einer Hochzeit bekommt ein Trommler nur etwa 10% soviel Gage wie ein Sänger. Das führt dazu, daß viele Percussionisten nur noch auf den Tasten eines Keybords – mit den billigen, voreingestellten Keybord-Sounds – trommeln.

Mehr über unsere Aktivitäten im Sudan findet Ihr unter: www.hubl.com

Usability – Gebrauchstaugliche Software für alle!

Hier wieder ein Gast-Artikel – diesmal zum Thema Usability – von meinem Freund Bernd Lohmeyer. Viel Spaß!

Usability ist ein Kunstwort. Es setzt sich aus den englischen Wörtern Use und Ability zusammen. Software mit einer guten Usability macht den Nutzer also “able to use the software”. Man verzeihe mir bitte diesen Anglizismus. So wird aber verständlich, was wir im Deutschen mit Gebrauchstauglichkeit übersetzen. Unter dem Sammelbegriff Usability werden alle Strategien und Anstrengungen zusammengefasst, die die Gebrauchstauglichkeit der Software erhöhen bzw. Gewährleisten.

Warum das alles? Stell Dir vor, du kommst auf einer Party mit einer fremden Person ins Gespräch und du stellst dich nicht mit deinem Namen sondern mit der Aufforderung “Rate mal, wer ich bin!” vor. Ich wette, das Gespräch ist sofort beendet. Warum? Du machst es deinem Gegenüber extrem schwer, mit dir in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen. Das ist nicht freundlich sondern sogar in höchstem Maß unhöflich.

Genauso verhält es sich mit Software-Oberflächen wie z.B. Online-Shops, Informationsseiten oder auch der Software, die du im Beruf nutzt. Oder würdest du in einem lieblosen Webshop, der nicht erkennen lässt, wer der Betreiber ist, die Geschäftsbedingungen verschweigt, vor dem ersten Rumstöbern deine Kreditkartennummer einfordert und dich mit Werbung bombardiert, einen neuen Computer bestellen? Ganz sicher nicht! Du würdest einfach zum nächsten Shop gehen, denn im Internet ist die Konkurrenz nur einen Klick entfernt. Ein so schlecht gestalteter Online-Shop wäre innerhalb kürzester Zeit pleite. Und es wäre nicht schade darum.

Usability für den Kunden und Nutzer

Was erwarten wir Nutzer von einer Software?

  • Eine höfliche und angemessene Anrede.
  • Eine klare und verständliche Gestaltung.
  • Eine einfache und direkte Benutzerführung, die es uns ermöglicht, unser Ziel ohne Umwege zu erreichen.
  • Offenlegung der Nutzungsbedingungen
  • Und immer wieder die Chance, einen Schritt zurück machen zu können. Wir lassen uns nur sehr ungern zu Verbindlichkeit zwingen!

Werden diese Aspekte durch die Software berücksichtigt und gut umgesetzt, entsteht beim Nutzer Vertrauen und ein gutes Nutzungsgefühl. Man spricht dann auch von einer guten User Experience. Sie ist unerlässlich für den Verbleib auf einer Website oder stressfreie Verwendung der Software.

Usability aus Sicht des Anbieters / Betreibers

Der kostenverantwortliche Betreiber einer Software hat gänzlich andere Interessen. Er will im Wesentlichen Geld verdienen bzw. einsparen. Und das ist ja auch gar nicht verwerflich.

  • Neue Kunden gewinnen.
  • Umsatz steigern.
  • Produktivität eigener Mitarbeiter optimieren.
  • Senkung der Entwicklungskosten.
  • Das Kundencenter entlasten.
  • Reklamationen reduzieren.
  • Schulungsaufwand eigener Mitarbeiter senken.

Geht das zusammen?

Die Interessen der Nutzer und die der Betreiber scheinen konträr zu sein. Das ist aber nicht so. Beide Seiten lassen sich durch den Einsatz von Usability zusammen bringen und die entsprechenden Potenziale optimieren. Was die Seite der Betreiber betrifft, habe ich das in einem Artikel zum Thema Return On Investment durch Usability dargestellt. Der Weg muss aber mit der Betrachtung des Nutzers beginnen:

  • Wer sind meine Nutzer?
  • Welche möchte ich gewinnen?
  • Was ist das Ziel des Nutzers?
  • Wie kann er das am einfachsten erreichen?

Wenn diese Fragen beantwortet und zielführend gestaltet sind, ergibt sich der geschäftliche Erfolg des Betreibers von selbst. Und warum? Weil er besser ist als der Wettbewerb!

Fazit

Die Zeiten, in denen man den Nutzern auch die letzte Software wie ein Stück madiges Fleisch vorwerfen konnte, sind lange vorbei. Usability setzt den Nutzer und seine Interessen in den Mittelpunkt der Softwaregestaltung. Die Gebrauchstauglichkeit der Software ist heute kein Luxus mehr sondern die Basis wirtschaftlichen Erfolgs.

Lies mehr in meinem Blog lohmy.de zu dem Thema Usability und Geschäftsprozessmanagement. Ich freue mich auf deinen Besuch und interessante Diskussionen.