NULLMUSIK

Null I – VII ist ein musikalisches Projekt an dem Luigi Archetti seit längerer Zeit gearbeitet hat. In der musikalischen Recherche geht es nicht um die Null als mathematische reelle Zahl. Der Begriff „Null“ wird als Metapher gebraucht um ein Zustand des Innehaltens und des gespannten Wartens zu umschreiben.

Luigi Archetti

Die Musik im Projekt NULL ist geprägt durch stehende Klänge, durch Drones und dessen Überlagerungen und Schichtungen. Die Klangflächen werden zu akustischem „trägen Material“, dass langsam durch die Zeit fliesst und sich sukzessive verändert. Es ist ein stetiges gleiten, eine ständige Mutuation von klanglichen Strukturen. Klar definierte Melodien, rhytmisch geordnete Strukturen oder gar „Beats“ sucht man vergebens.

Im Vordergrund des musikalischen Klimas breitet sich ein Kosmos von Klangpartikel aus, wobei die Klänge keinerlei Referenzen zu einer möglichen Verortung aufweisen. Sämtliche Sounds im Projekt NULL stammen aus E-Gitarren, die teilweise durch Digitalisierung stark verfremdet und somit neu definiert werden. Die E-Gitarren (häufig in scordatura-Stimmung) werden hierfür als Sound-Lieferanten gebraucht.

Durch die akustische Sedimentierung der diversen Klänge und Klangstrukturen, entsteht ein dichtes und filigranes Klang-Gewebe das eine Sogwirkung beim Zuhören entwickelt. Es ist eine Einladung in unerforschtes Gebiet zu reisen. Eine Reise durch zeitlose und minimale akustische Ereignisse mit fesselnder Hypnotik.

Auf dem Label Die Schachtel sind bereits die CD Null I (2010) und Null II & III (2012) erschienen.

Das Projekt wird mit vier weitere CD‘s abgeschlossen.  Alle sieben CD‘s werden in einem CD-Karton-Schuber als CD-Box zusammengefasst.

www.luigiarchetti.com

Rabenspektakel

rabenspektakel

Der Strube Verlag München publiziert im März Gabriele Kromers vierten Gedicht- und Grafikband „Vögel singen barfuß“ (ISBN 3-89912-186-4). Den 18 Texten stehen 18 Grafiken gegenüber. Dem Band ist eine CD beigefügt, auf der Schauspieler Bernd Wengert und die Musiker Kurt Müller und Roy File die Texte in einer teils grotesken und witzigen, teils nachdenklichen Weise musikalisch inszenieren.

Am 13. März 2015 wird eine Neuinszenierung von „Rabenspektakel“, basierend auf den Texten aus „Vögel singen barfuß“, in der Zimmerbühne Konstanz und am 21. März 2015 in der Blackbox Lounge des neuen Musiktheaters Linz (Landestheater) aufgeführt.

Basierend auf Gabriele Kromers Texten aus „Gedankenbriefe“, „Toben proben“ und „Rabenchor“, wurde die frühere Fassung von „Rabenspektakel“ bereits im Kulturprogramm der Stadt Füssen und im Zebra Kino Konstanz aufgeführt. Einen Rückblick hierauf gibt der folgende Video-Trailer:

Weitere Infos findet ihr unter: www.kromer-und-kromer.de

Video und Fotos: Hubl Greiner (mit Ausnahme Gabriele Kromer)

Fallbeispiel einer Detektei – Wirtschaftskriminalität

Hier ein interessanter Einblick in die Arbeit eines befreundeten Detektivs.

Ein Hersteller von Haushaltswaren wurde informiert, dass Waren aus seinem Portfolio auf illegale Weise außer Haus geschafft und verkauft wurden. Ein Verdacht auf die mögliche Drahtzieherin lag vor. Ziel der Wirtschaftsdetektei war es, eine rechtssichere Überführung der Mitarbeiterin zu ermöglichen.

Der Auftrag – Ermittlungen als Wirtschaftsdetektei in einer Firmenangelegenheit

Zur Lösung des Falles gewährt die Firma der Detektivin eine Ermittlungszeit von zwei Wochen. Da meine Anwesenheit in der Firma erklärt werden musste, wurde eine firmenseitige Legende aufgebaut. Ich war eine Leiharbeiterin, die für die nächsten drei Monate eingesetzt wurde, um die akuten Auftragsspitzen abzufangen.

Dazu muss ich selbst aber noch eine Legende aufbauen, die mich gegenüber den Mitarbeitern glaubwürdig sein ließ. Die Schwierigkeit in diesem Fall lag im Vertrauensaufbau gegenüber der Zielperson, aber auch den Kolleginnen am Band. Sie beobachteten die Neue in der Abteilung permanent und achteten auf jeden Satz und jede Geste. Keine einfache Situation, um gleichzeitig vordergründig vollwertig mitzuarbeiten und dem Auftrag als Detektivin nach zukommen.

Eingesetzt werde ich in einer Abteilung, in der die Zielperson zusammen mit sieben weiteren Kolleginnen im Sammelakkord aus Einzelteilen die Haushaltswaren zusammensetzt. Innerhalb kürzester Zeit wurde von den Kolleginnen meine akkordgetreue Mitarbeit verlangt. Hier war ich doppeltem Druck ausgesetzt: Zum einen dem, der Recherche, und zum anderen dem, den Akkord zu erfüllen. Ich musste um jeden Preis mithalten, um nicht aufzufallen. Der Umgangston unter den Kolleginnen war sehr derb, bei denen sich die Zielperson als Anführerin hervortat.

Von Beginn an musste ich als Neuling volle Leistung bringen, versuchen, den Akkord nicht zu brechen und dabei unauffällig durch eine vertrauensfördernde Legende und nebenbei Erstellen von Beweisfotos meinen Rechercheauftrag erfüllen. Im Laufe der Tage gelang mir die Annäherung an die Zielperson. Ich gab an, kein Geld zu haben und mich grad so über Wasser halten zu können. In einem der Gespräche schlage ich vor, man könne doch das ein oder andere auch unter der Hand, also schwarz, verkaufen. Die Zielperson stimmte zu und erzählte, dass das bereits passiere und sie bei sowas involviert sei. Weiter erzählte sie, dass die Waren im großen Stil verkauft würden, v.a. ins Ausland und sie nicht alleine daran beteiligt sei. Das war die Aussagen, die ich für meinen Auftraggeber brauchte, um die Täterin und ihre Helfer zu überführen.

Ergebnis der Ermittlungen der Detektei

Die Aussagen der Zielperson habe ich in gerichtsverwertbarer Form dokumentiert und dem Firmeninhaber übergeben. Der Rechtsweg wurde eingeschalten.

Als weiteres Ergebnis aus meiner Recherchearbeit konnte ich große Sicherheitsmängel feststellen. Es gab innerhalb der Firma keine Kontrollen und Vorschriften, somit konnten die Waren problemlos aus der Firma gebracht werden. Der Inhaber wollte unverzüglich ein Sicherheitssystem aufbauen und installieren, um diese illegalen Machenschaften für die Zukunft zu verhindern.

Ehebruch im Pfarrhaus

Hier ein interessanter Einblick in die Arbeit eines befreundeten Detektivs.

In einer mittelgroßen Stadt in Süddeutschland wurde ich von einer verzweifelten Ehefrau um Hilfe gebeten. Ihr Mann, ein evangelischer Pfarrer, Mitte 60, verhielt sich seit einigen Monaten sehr eigenartig. So stellte sie fest, dass nicht nur sein Verhalten ihr gegenüber sich massiv verändert hat, auch sein persönlicher Stil hinsichtlich Kleidung und Aussehen wurde zunehmend jugendlicher. Umso geheimnisvoller wurde auch sein Betragen, was bei meiner Kundin eine bestimmte Vermutung auslöste.

Der Auftrag – Ermittlungen als Privatdetektiv bei Ehebruch

Sie beauftragte mich als Privatdetektiv, dem Verhalten ihres Gatten auf den Grund zu gehen. Ein wichtiger Teil der Observation ist die Sicherung des Umfeldes, d.h. die Feststellung der Örtlichkeiten, der Wege. Zudem halten wir die Gewohnheiten der Zielperson fest, um ein umfassendes Bild über das Leben und die Kontakte zu bekommen.

Ich nahm daher meine verdeckte Position gegenüber der Kirche bzw. dem dazugehörigen Wohnhaus ein. Das Pfarrhaus ist Teil des Kirchenkomplexes mit einem Innengarten und liegt an einer stark befahrenen Straße. Nach nur kurzer Zeit konnte das Zielobjekt ausgemacht werden. Der Pfarrer lief mit schnellem Schritt auf den Gehweg und drehte sich mehrmals um. Er wirkte dabei unruhig und wollte sich vielleicht versichern, dass niemand aus der Nachbarschaft sein Tun beobachtet.

Der Pfarrer hat die Angewohnheit, alles zu Fuß zu erledigen. So schaffte er sich verschiedene Legenden, z.B. die, dass er sich sportlich betätigen und mehr bewegen möchte und daher zu Fuß unterwegs sei. Die Observation ergab, dass der Gottesmann jedes Mal im Schnitt drei Stunden von zu Hause weg war. Wichtig war herauszufinden, wo er sich während dieser Zeit aufhielt und oberservierte ihn unauffällig weiter. Nach ungefähr 200 Meter erreichte der Pfarrer einen kleineren Wohnkomplex. Er versuchte Finten zu schlagen und ging zuerst am Eingang vorbei. Nach einigen Metern dreht er „zufällig“ um, nahm eine der beiden Eingangstüren und lief im Dunkel das Treppenhaus hoch. Ich konnte beobachten, wie im Treppenhausdunkel eine Türe aufgeht und stelle bei der anschließenden Recherche fest, um welche Wohnung es sich genau handelt.

Ergebnis der Ermittlungen des Detektivbüros

Es stellte sich heraus, dass diese von einer alleinstehenden Frau bewohnt wird, die in der Gemeinde engagiert ist. Nach ungefähr drei Stunden öffnete sich die Wohnungstüre, und der Pfarrer eilte durch die Dunkelheit nach Hause. Die Ehefrau wird über das Observationsergebnis informiert und bekommt als Beweis einen ausführlichen Observationsbericht. Ihr Gefühl, betrogen zu werden, mussten wir bestätigen.