Jazz & improvisierte Musik

Der Schwerpunkt hier liegt bei Jazz und improvisierter Musik ? bei Musikern, die bereit sind zu experimentieren und zu improvisieren – Musiker, die offen sind für ungewohnte Klänge – die den Mut haben, neue Strömungen im Grenzbereich von Jazz, Neuer Musik, Pop und Rock zu entwickeln und zu präsentieren.

Wie "gesellschaftsfähig" ist improvisierte Musik? Diese Frage wird h?ufig diskutiert. Wenn man von improvisierter Musik spricht, tauchen Namen auf wie Peter Brötzmann oder Peter Kowald, die 1968 das einzigartige Festival für improvisierte Musik (Total Music Meeting) gründeten. Die Akteure waren jung, wild, fortschrittlich und radikal. Die "Totale Musik" war eine Anspielung auf die Propagandasprache der Nazis, ein provokantes Mittel der Konfrontation. Peter Brötzmann bediente sein "Saxofon als Maschinengewehr", – brachial, laut und kompromisslos.

Zum "Kölner Kreis" der improvisierenden Musiker gehörten z.B. Alexander von Schlippenbach, der seit den Anfängen dabei war, der Trompeter Manfred Schoof oder der Saxofonist Gerd Dudek. Brötzmann und Kowald sahen sich als gesellschaftskritische, politische Künstler, "die Kölner" kümmerten sich um Zwölftonreihen und die Auseinandersetzung mit der Musik von Albert Ayler, Cecil Taylor, Don Cherry, Eric Dolphy und den Improvisatoren des amerikanischen Free Jazz. Die spannendsten Musiker heute bewegen sich für mich genreübergreifend an der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik. Komponierte Musik gehört hier genauso zum Arbeitsfeld wie das Musizieren im improvisatorischen Kontext.

Phantom Orchard Orchestra
Zeena Parkins & Ikue Mori

Hier gelingt der Harfenistin Zeena Parkins und der Notebook-Spielerin Ikue Mori zweifellos eines der spannendsten Projekte im Bereich Jazz, experimentelle Elektronik, Impro und Neue Musik.
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Dhafer Youssef
Er zählt sich selbst zu den faulsten Sängern der Welt, spielt die Oud und mischt in seiner Musik arabische Melodien mit handfestem Jazz zu bisher ungehörten Kompositionen und Improvisationen. Er arbeitete mit Musikern wie Carlos Rizzo, Nguyên Lê, Paolo Fresu, Iva Bittová, Bill Laswell, Nils Petter Molvaer, Bugge Wesseltoft, Eivind Aarset, Markus Stockhausen, Gilad Atzmon, Jack DeJohnette und Wolfgang Muthspiel. Dhafer Youssef lebt in Paris.
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Ewald Hügle
Jazz-Saxophonist mit klassischer Ausbildung am Konservatorium Schaffhausen und der Musikhochschule Basel u.a. bei Iwan Roth. Ewald Hügle spielte u.a. mit Marion Brown, Albert Mangelsdorff, Lou Blackburn, Emil Viklicky, Günther "Baby" Sommer, Ed Schuller, Oliver Johnson, The Blech, Lawrence Butch Morris, Gregor Hübner, Lucas Niggli, Nils Wogram oder Steffen Schorn.
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Johannes Lauer
Johannes Lauer (Posaunist, Komponist) ist laut Kritiker einer der talentiertesten Bläser und Komponisten (Jazz, Neue Musik) in Deutschland. Johannes Lauer verfügt über ein umfangreiches künstlerisches Werk und die Namen der Orchester und Bands, in die er berufen wurde (RIAS Bigband, Swiss Jazz Orchestra, NDR Bigband, Jasper van´t Hof, John Hollenbeck) zeigt die Wertschätzung, die er in Musikerkreisen erfährt.
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Günter Weiss
Jazz-Gitarrist aus Stuttgart.
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Mich Gerber
Die erweiterte Klangwelt des modernen Kontrabassspiels.
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Patrick Manzecchi
Patrick Manzecchi ist freischaffender Jazz-Schlagzeuger und lebt seit 1977 in Konstanz am Bodensee. Er hat sich ganz dem Jazz als eigenständige Musikform verschrieben. Er spielte u.a. mit: Mark Soskin, Richie Beirach, Arthur Blythe, Jimmy Woode, Harvie Swartz oder Reggie Johnson. Obwohl sein Vater, Franco Manzecchi, ebenfalls ein bedeutender europäischer Jazz-Drummer war, kam Patrick erst nach dessen Tod dazu, sich für die Kunst des Trommelns zu interessieren.
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Fredy Studer
Jazz drummer und improvisierte Musik. Er ist einer der wenigen Schlagzeuger, welcher offene Improvisation und Grooves in seinem Stil verbindet. Fredy Studer war Gründungsmitglied des Rockjazz-Quartetts "OM". In dieser Gruppe war er mit dem Gitarristen Christy Doran, dem Saxophonisten Urs Leimgruber und dem Kontrabassisten Bobby Burry fast ein Jahrzehnt lang erfolgreich. Gelegentlich verstärkte Dom Um Romão die Band.
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Ornette Coleman
Ornette Coleman ist ein amerikanischer Jazz-Musiker (Altsaxophon, Tenorsaxophon, Trompete, Geige) und Komponist. Ornette Coleman ist ein Pionier des Free Jazz. Ornette Coleman erhielt 2007 als erster Jazzmusiker den Pulitzer-Preis in der Kategorie Musik, der bisher nur an klassische Komponisten vergeben wurde. 2007 wurden ihm vier Jazz Awards (Bester Musiker, bester Altsaxofonist, bestes Album, bestes Kleinensemble) von der JJA (Jazz Journalists' Association) verliehen.
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Paul Amrod
New Yorker Komponist und Jazzpianist. Arbeitete mit Leornard Bernstein, The Paul Butterfield Blues Band, The JB Horns - Fred Wesley, Maceo Parker und Pee Wee Ellis.
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Sue Schlotte
Sue Schlotte studierte Violoncello bei Ulrike Schaeffer in Mainz, Meisterkurse bei Hans Erik Deckert und Heidi Litschauer ergänzten ihr Studium. Das klassische Hochschulstudium schloß sie 1996 mit dem Diplom ab. Sue Schlotte beschäftigt sich intensiv mit frei improvisierter Musik. Sie hat Spieltechniken entwickelt, die die traditionellen Grenzen des Instruments weit überschreiten.
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Charles Mingus
Charles Mingus war einer der herausragendsten Musiker der afroamerikanischen Kultur. In den 90er Jahren erhielt Mingus zahlreiche posthume Ehrungen, darunter eine Briefmarke der US-Post und den NARAS Lifetime Award.
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Volker Jaekel
Pianist & Organist aus Berlin.
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Olaf Ton
Olaf Ton zeigt, dass Jazz nicht nur für eingefleischte Fans taugt. Das Quintett widmet sich mit einer frischen Herangehensweise verschiedener Stilistiken, die sehr humorvoll präsentiert werden.
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Matthias Müller
Der Jazz-Posaunist Matthias Müller studierte Jazz-Posaune an der Folkwang Hochschule in Essen und ist im Ruhrgebiet in verschiedensten Bandprojekten aktiv. Sein Sound ist schön dreckig, direkt und hart, gepaart mit einer gehörigen Portion Herz.
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