Sahara Chronicle von Ursula Bieman

Die 1955 geborene Künstlerin Ursula Biemann aus Zürich untersucht mit Videoessays die Folgen der Globalisierung.

Ausstellung im Kunstverein Konstanz (Mai, Juni 2012)

Fotos: Hubl Greiner

Biemann studierte Kunst und Kritische Theorie in Mexiko und in New York an der School of Visual Arts und im Rahmen des Whitney Independent Study Program in New York.

Die Künstlerin beleuchtet in ihrer Video-Installation „Sahara Chronicle“, wie die Auswanderung aus Afrika nach Europa verläuft. Sie zeichnet Transportrouten nach, portraitiert Stationen und interviewt Akteuere.

Zu sehen sind faszinierende Einblicke in die komplexe Organisation illegaler Migration. Ursula Bieman hat drei Jahre lang (2004 bis 2007) in Marokko, Niger oder Mauretanien recherchiert und gefilmt. Die Ausstellung zeigt politische Hintergründe und geografische Herausforderungen – vor allem aber werden die Ängste, Sehnsüchte und Imaginationen der Beteiligten spürbar.

Die Ausstellung besteht aus 12 Video-Sequenzen, Fotografien und Texten zum Thema.

Mehr von Ursula Biemann auf youtube.com
Website von Ursula Biemann: www.geobodies.org

Die Ausstellung im Kunstverein Konstanz ist eine Kooperation des Kunstvereins mit dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und dessen Master-Studiengang „Kulturelle Grundlagen Europas“ an der Universität Konstanz.

„Sahara Chronicle“
Kunstverein Konstanz
05.Mai bis 01.Juli 2012

Führungen: Sa 12.05.2010  15.00 Uhr (im Rahmen des Kulturfestes)
So 13.05.2012  11:00 Uhr
So 20.05.2012  15.00 Uhr (im Rahmen des Internationalen Museumstags)
Do 07.06.2012  18:30 Uhr
So 24.06.2012  11:00 Uhr

Kunstverein Konstanz e.V.
Wessenbergstrasse 39/41
78462 Konstanz
Di – Fr 10 – 18 Uhr
Sa, So 10 – 17 Uhr
Tel.: 07531 22351
email hidden; JavaScript is required

Das Lied der Dinge – Vier Konzerte und ein Piano

Musik-Dokumentation über Helmut Bieler-Wendt / Nils Menrad / D 2011 / 51 Min., dt. OF

Helmut Bieler-Wendt, Komponist, Violinist, Pianist, Improviser und Musikpädagoge wird bei vier seiner Raum-/Klang-Erkundungen begleitet.

Der Film von Nils Menrad ist eine Mischung zwischen experimentellem Konzertfilm und Dokumentation. An vier verschiedenen Orten – Museum, Stoffatelier, Steinbruch und Tiefgarage – untersucht der Klangkünstler Helmut Bieler-Wendt unterschiedliche Objekte auf ihre akustischen Eigenschaften. Das Filmteam um Regisseur Nils Menrad zeichnet diese Expeditionen in Bild und Ton auf. Das gesammelte Material bildet den Ausgangspunkt für vier Kompositionen, die im Austausch zwischen Musiker und Filmemacher entstehen.

Helmut Bieler-Wendt ist eine der führenden Persönlichkeiten in der Neuen Musik Szene in Deutschland (er ist u.a. der Vorsitzende des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt).

Nils Menrad studierte an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Medienkunst/Film. Neben den filmischen Projekten arbeitet er als Mitglied der Künstlergruppe VERSFABRIK an Installationen und Performances zu experimenteller und computergenerierter Lyrik.

www.unerhoert-filmfest.de

Urheberrecht: Sopa, Pipa, Acta

Rechteverwerter wie die Gema und die Musikindustrie versuchen mit immer neuen Gesetzen die Umsätze zu schützen – viele Nutzer und Portalbetreiber sind nicht bereit, für Musik im Internet zu bezahlen. Hier leidet nicht nur die Wertschöpfung der Arbeit der Kreativen, Autoren und Musiker, es kommt auch immer weniger Geld bei ihnen an.

Wirklich intelligente und zeitgemäße Konzepte fehlen

Ein zeitgemäßes Konzept würde zum Erhalt einer breiten, bunten und schöpferischen Kulturlandschaft mit möglichst großer Vielfalt beitragen. Für mich sind Portale wie YouTube wertvolle Kulturarchive, auf die ich nicht verzichten möchte, aber auch die Hosting-Dienste müssen Verantwortung übernehmen und mit allen technischen Mitteln das Vertreiben von illegalen Dateien verhindern.

Im Streit zwischen der Gema und den Publishern geht es nicht nur um Geld und Kontrolle, sondern auch um moralische Werte.

Eine moderne, intelligente und freie Gesellschaft räumt immer die Möglichkeit auf unabhängige Entwicklung jedes Einzelnen ein. Zur Verwirklichung einer derartigen Gesellschaft gehören vor allem auch kulturelle Ansätze, die sich am Ideal einer freien Gesellschaft orientieren.

Das Internet spielt dabei eine große Rolle. Video- und Musikportale können Inhalte vermitteln und helfen, Bewußtsein zu entwickeln. Sie regen die Menschen an, zu hinterfragen, zu kritisieren, aufzuklären und sich zu bilden.

Der Chaos Computer Club hat ein erstes Konzept für die zukünftige Gestaltung einer gerechten Bezahlung für Kreative vorgelegt – die Kulturwertmark – sie wäre eine Diskussionsgrundlage.

Auch ein Kurzgutachten über die Zulässigkeit einer Kulturflatrate nach nationalem und europäischem Recht, wurde im Auftrag der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz im Europäischen Parlament erstellt (PDF).

Die Verantwortlichen müssen sich endlich zusammensetzen und ein intelligentes und zeitgemäßes Konzept entwickeln und die Gerichte müssen definieren, was erlaubt ist und was nicht.

Thom Pain – based on nothing

Hier der Trailer zu der Theaterproduktion „Thom Pain – based on nothing“, Schauspiel von Will Eno | Schauspieler: Manuel Struffolino | Regie: Andreas Bauer | Musik: Hubl Greiner, Luigi Archetti, Hanna Fearns

Next show:
4 + 11. März , 20 Uhr Rationaltheater München, www.rationaltheater.de

8. März 20 Uhr Die Wohngemeinschaft Köln, www.die-wohngemeinschaft.net

„Ich bin der Typ Mensch, von dem man vielleicht eine Weile nichts mehr, hört, aber dann, plötzlich, eines Tages, peng, hört man nie wieder was von mir.“

Thom Pain ist ein Getriebener. Ein (Ver-)Suchender, der allein in der Gemeinschaft von Einzelnen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektiert.

Eine Art ‚Stand-up-Existentialist‘, der unter Aufbietung und Einforderung aller Kräfte die Strandgüter eines phantastischen Lebens sortiert. Dabei geht er schonungslos mit sich selbst und seiner Umwelt ins Gericht. Und so erscheint auf diesem Parforceritt„ein gefühlvoller Kern in einem geschwätzigen Körper.“

Ein schmerzhaftes, verstörend komisches und mit schwarzem Humor gespicktes Stück über die Schwierigkeiten die Tücken des Lebens zu meistern, über Hunde, Bienenstiche und die Liebe.

Thom Pain ist unser aller innere Stimme — mal sanft und anschmiegsam, dann auch wieder hart und unnachgiebig. Also Vorsicht: Er legt den Finger in die Wunde!

„Beklemmend und brilliant!“ [Westfalen Blatt / 24.3.2011]

„Struffolino verkörpert die Figur präzise und schmerzhaft intensiv. […] Und die Anspannung bleibt über den Schlussapplaus hinaus bestehen“ [Badische Neueste Nachrichten / 15.02.09 Badisches Staatstheater Karlsruhe]

„Ein empfehlenswertes Stück. Brillant gespielt.“ [Giessener Anzeiger: Premiere am 16.07.2007 am Stadttheater Gießen]

„Tun Sie mir einen Gefallen. Wenn Sie nachher nach Hause kommen, falls Sie ein Zuhause haben und falls Sie den Hund anstarren, Ihrer Familie aus dem Weg gehen und falls die wissen wollen, wo Sie waren, sagen Sie bitte nicht, dass Sie irgendwo waren, um einem Klugscheißer, einem großkotzigen Niemand zuzuschauen, der sich in einen gehirnamputierten Anfall hineingesteigert hat.

Wenn Sie nichts sagen, weil niemand Sie fragt, sagen Sie bitte statt dessen, dass Sie jemanden gesehen haben, der sich angestrengt hat, der sich versucht. Die Worte sind mit Bedacht gewählt. Ich versuche etwas. Ich strenge mich an. Ein Versuchender, ein angestrengter Mann. Ein gefühlvoller Kern in einem geschwätzigen Körper. Der arme Thom strengt sich an.“

www.facebook.com/thompain